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Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf


PRESSEINFORMATIONEN

info 26. 08. 2010


Ausstellung Kiki Kogelnik 
Women  Heads  Masks

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
vom 04. September bis 17. Oktober 2010
Eröffnung am Samstag, 04. September um 18 Uhr

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Kiki Kogelnik, Doctors Wife, 1974, Siebdruck
© 2010 KIKI KOGELNIK FOUNDATION Wien/New York



Kiki Kogelnik
wurde am 22. Jänner 1935 in Graz geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Bleiburg in Kärnten. Sie begann ihre künstlerische Ausbildung 1954 an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien und wechselte im folgenden Jahr an die Akademie der Bildenden Künste bei den Professoren Albert Paris Gütersloh und Herbert Böckl. Bereits in ihren Akademie-Jahren hatte sie engen Kontakt zum Kreis der jungen Avantgarde (Arnulf Rainer, Wolfgang Hollegha, Josef Mikl, Markus Prachensky und Maria Lassnig) um die Galerie nächst St. Stephan unter der Leitung von Msgr. Otto Mauer. In ersten Gruppenausstellungen präsentierte sie dort ihre Werke. 

Nach ihrem Studium verbrachte sie längere Aufenthalte in Paris, wo sie den amerikanischen Künstler Sam Francis kennen lernte, der sie ermutigte nach New York zu übersiedeln. Sie bezog dort ein Atelier am Broadway und fand rasch Kontakt zu den Pop-Art Künstlern Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg und Tom Wesselmann und begann sich mit dem Phänomen der aufstrebenden Pop-Art auseinander zu setzen. In den folgenden Jahren entstanden großformatige Gemälde in Pop-Ästhetik, Skulpturen und Objekte aus Alltagsmaterialien. Für ihre berühmten Hangings bearbeitete sie „Cut-outs“ (lebensgroße, aus braunem Packpapier ausgeschnittene Figuren ihrer Künstlerfreunde) zu eigenständigen Skulpturen in Vinyl, die dann auf Warenhausständern aufgereiht wurden. 

In den 1970er Jahren beginnt sie ihre Women-Werke und befasst sich mit der Rolle der Frau in der Werbung, darunter die Serie Woman`s Lib, die ihre spezielle Art, feministische Themen mit Ironie und Humor anzugehen, einzigartig wieder gibt. Sie beginnt, mit Ton als neuem künstlerischen Medium zu arbeiten und richtet sich im New Yorker Atelier einen Raum als Keramikstudio ein. Auch in Bleiburg baut sie ihr Atelier aus und pendelt zwischen New York, Wien und ihrer Kärntner Heimat. 

In den 1990er Jahren werden maskenhafte Gesichter mit punkiger Haarpracht, aufgerissenen Augen und Mündern zu ihrem Markenzeichen: „Heads“, von denen Zeichnungen, Grafiken und später Glasskulpturen in vielfältiger Form entstehen. 

Umfangreiche internationale Ausstellungen und öffentliche Auftragswerke in Kärnten zeichnen diese außergewöhnliche Künstlerin aus. Die Gründung der Kiki Kogelnik Foundation New York/Wien erfolgt auf ihre persönliche Initiative. In ihr wird der reichhaltige Nachlass verwaltet.

Kiki Kogelnik stirbt am 1. Februar 1997 in Wien und wird in Bleiburg beigesetzt. Noch im selben Jahr wird ihr posthum das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. 

Die Ausstellung im besonderen Ambiente des Freilichtmuseums ist die erste dieser Künstlerin im Burgenland und umfasst über 40 Arbeiten – zum größten Teil aus der Sammlung von Peter Infeld, Wien.  

Das Freilichtmuseum ist täglich von 10 – 18 h geöffnet

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

7542 Gerersdorf bei Güssing 66, Telefon 03328/32255

E-Mail: freilichtmuseum.gerersdorf@aon.at  . Internet: www.freilichtmuseum-gerersdorf.at

 

info 04. 07. 2010


Ausstellung Peter Skubic
Arbeiten von 2000 bis 2010
im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
vom 17. Juli bis 27. August 2010

Das südburgenländische Freilichtmuseum zeigt anlässlich des 75. Geburtstages dieses vielseitigen Künstlers eine umfangreiche Ausstellung seiner Werke der letzten 10 Jahre. Peter Skubic bevorzugt sowohl für seine Schmuckstücke als auch die „Wallpieces“ und großformatigen „Spacepieces“ hochglänzend polierte, spiegelnde Edelstahlplättchen und –platten, die er zum Teil farbig lackiert, mit Blattgold und/oder fein verzwirnten Edelstahldrähten versieht. Bei seinen größeren Arbeiten verbindet er die nach peniblen Skizzen sorgfältig zugeschnittenen Einzelteile mit Röhrchen und Kopfschrauben aus edlem Stahl. So schafft er Kunstwerke, die durch ihre optische Leichtigkeit und raffinierte präzise Technik immer wieder aufs Neue faszinieren. 

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FOTO:©BEATE MÖLLERING,MÜNCHEN, 2010

2005 wurde ihm die höchste Auszeichnung – der Ehrenring der Gesellschaft für Goldschmiedekunst, Haunau, D, verliehen. 2008 erhielt er den Bayrischen Staatspreis. 2000 bis 2010 hatte er weltweit über 30 Einzelausstellungen – von London bis Tokio, New York, Bejing und Seoul. Zahlreiche Kataloge, Bücher und Publikationen belegen seine internationale Anerkennung. 

Peter Skubic lebt und arbeitet im südburgenländischen Gamischdorf. 

Kurzbiographie: 

1935   geboren am 11. August in Gornji-Milanovac, Jugoslawien
1952-54      Fachschule für Metallkunstgewerbe in Steyr, OÖ
1954-58     Akademie für Angewandte Kunst, Wien, Prof. Eugen Mayer
1969     erste freie Schmuckarbeiten
1979  Berufung an die Fachhochschule Köln, Fachbereich Kunst als Professor für Schmuckgestaltung
1983, 1984, 1996  Professor an der Sommerakademie für bildende Kunst, Salzburg
2002-2003  Gastprofessor für Schmuckgestaltung an der Hochschule für Kunst und Design, Halle a.d. Saale
2005  Leiter Schmuckworkshops in Tallin, EST und Idar-Oberstein, D

Weitere Infos: www.peterskubic.at

7542 Gerersdorf bei Güssing 66
Geöffnet täglich 10 – 18 h, Dienstag bis 20 h (Juli und August)
www.freilichtmuseum-gerersdorf.at

 

 

info 04.04.2010


Friedrich Schröder-Sonnenstern 
Der Mondgeistmaler 

Austellung  im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf vom 10.April bis 30. Mai

Biographie

Friedrich Schröder - Sonnenstern
(Deutschland, 1892 – 1982)
Der Sohn eines trunksüchtigen Briefboten und einer „nervös erregbaren“ Mutter wurde in der Nähe von Tilsit, Ostpreußen, geboren. Als Kind wurde er in eine Erziehungsanstalt eingewiesen, er brach eine Gärtnerlehre ab und landete mehrmals in psychiatrischen Kliniken wegen einer schizophrenen Erkrankung. In seinem wechselvollen Leben gründete er eine Sekte und betätigte sich als Wahrsager und Wunderheiler. Bei einem Aufenthalt in einer Anstalt beobachtete er einen „Irrenmaler“ und begann mit 57 Jahren selbst zu zeichnen.  Innerhalb von drei Jahren entwickelte er seinen unverwechselbaren Stil. Von seinen Bildern behauptet er selbst „Ich male die schönsten, ekligsten Bilder der Welt“ und betitelt sich gern als „Dreifacher Weltmeister aller Künste“ und fügte seinem Namen Friedrich Schröder, damit er über allen leuchte, „Sonnenstern“ hinzu. Seine Bilder sind Illustrationen seiner persönlichen Philosophie, Hohelieder auf den Sexus, Anklagen gegen die doppelte Moral, die Kaltherzigkeit und Paragraphen. Oft findet man schriftliche Kommentare auf seinen Werken. Ab 1952 wurden seine Werke regelmäßig in Galerien ausgestellt und ab 1967 fanden zahlreiche Retrospektiven statt. 1964, nach dem Tod seiner langjährigen Lebensgefährtin „Tante Martha“ begann er zu trinken, verwahrloste und seine Schaffenskraft nahm zusehends ab.  

Schröder-Sonnenstern zählt heute zu den wichtigsten Art Brut-Künstlern. Art Brut ist ein Sammelbegriff für autodidaktische Kunst von Außenseitern, Naiven, Geisteskranken und Visionären. Seine Werke befinden sich weltweit in allen bedeutenden Sammlungen dieser außergewöhnlichen Kunst, in Österreich ist die Sammlung Peter Infeld (1942 – 2009) die größte mit seinen Arbeiten.

 

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Friedrich Schröder-Sonnenstern,
"Die Totenkünstler-Ehrung durch die Diplomaten des mondmoralischen Chors", Blei-und Farbstift auf Malkarton, 100 x 72,5 cm © VBK, Wien, 2010 

 

 

info 31.03.2010


Saisonbeginn im  Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

Seit 27. März 2010 ist das Freilichtmuseum wieder geöffnet (bis 14. November 2010) und das Museums-Team freut sich schon auf viele Besucher in der Osterwoche und danach.
Die Öffnungszeiten sind unverändert:
Täglich 10 – 18 Uhr, im Juli und August gibt es den langen Dienstag bis 20 Uhr.
Für 2010 ist wieder ein umfangsreiches Veranstaltungsprogramm geplant:
Kunstausstellungen :
Samstag, 10. April – Ausstellung Friedrich Schröder-Sonnenstern
 „Der Mondgeister-Maler“Fantasievolle Bilder des skurrilen Außenseiters aus Deutschland, dessen Lebensweg auch durch Straf- und Heilanstalten führte, sind zu sehen (bis  Sonntag , 30. Mai)
Mittwoch, 2. Juni – Fotoausstellung Ernst Breitegger „(schiach-schean)“ 
Der langjährige Leiter des Fotoclubs Güssing bietet einen Auszug seiner jüngsten Arbeiten (bis Sonntag, 11. Juli)
Samstag, 17. Juli – Ausstellung Peter Skubic „2000 bis 2010“ 
Der in Gamischdorf lebende, international gefeierte Schmuck-Künstler wird anlässlich seines 75. Geburtstages einen Querschnitt seiner Arbeiten der letzten 10 Jahre zeigen.(bis  Freitag , 27. August)
Samstag, 4. September – Ausstellung Kiki Kogelnik „Women Heads Masks“
Die österreichisch/amerikanische Pop Art-Künstlerin wäre heuer 70 Jahre alt geworden. Mit der Präsentation von Bildern, Skulpturen und zahlreichen Druckgrafiken wird der unerschöpfliche Ideenreichtum dieser Künstlerin gewürdigt. (bis Sonntag, 17. Oktober)
Konzerte:
Samstag, 29. Mai – Klassische Musik mit dem grenzüberschreitenden Raabtaler Jugendorchester
Samstag, 3. Juli – Die Gruppe „Heart culture movement“ bietet nun zum dritten Mal ein einzigartiges Fest mit Musik, Kunst und Kulinarik für Jung und Alt
Samstag, 10. Juli – Das große Open Air Konzert mit den EARLS garantiert mit den Hits der 60er und 70er Jahre, zu denen man wunderbar tanzen kanneine Bombenstimmung 
Samstag, 31. Juli – Das Duo „Die Strottern“ (Preisträger des Amadeus Award 2009) bringt Wienerlieder in grandioser Neudefinition – ein Konzert des Güssinger Kultursommers
NEU NEU NEU NEU:
Samstag, 7. August – Harri Stojka & Band „Gitancoeur“das neue mitreißende Programm dieses Ausnahmekünstlers im Rahmen des Güssinger Kultursommers
Sonntag, 26. September – Südburgenländischer Musikantentag „Musikanten spülts auf!“
Zahlreiche Musikgruppen aus der Region bieten ein buntes Unterhaltungsprogramm.
Das Jahr 2010 steht unter dem Motto „Burgenland tanzt“ – so dürfen auch Tanzeinlagen auf der Museumsbühne nicht fehlen.
Feste und sonstige Veranstaltungen:
Freitag, 30. April – Maibaumaufstellen in alter TraditionS
amstag, 28. August – „Gmoafest“ Ein gemeinsames Fest von Gerersdorf-Sulz-Rehgraben mit Musik   und Unterhaltung
Samstag, 2. Oktober – Lange Nacht der Museen – diesmal gibt es zum romantischen nächtlichen Museumsrundgang Songs von Viktor Suchanek am Kaminfeuer im Wunderlhaus-Saal
Samstag, 23. Oktober bis Mittwoch, 10. November – Verkaufsschau „Kunsthandwerk aus der Region
Handwerkskurse:
Die bewährten Kurse werden weitergeführt: Kunstschmieden, Korbflechten, Weben und als Neuerung versuchsweise die feine alte Handwerkstechnik Klosterarbeiten. Im Juli und August bleiben traditionell die Möbelrestaurier- bzw. Holzbearbeitungskurse mit dem beliebten Kursleiter Franz Slama.
Besucherzahlen
Die Besucherzahl konnte in den letzten Jahren konstant bei ca. 10.000 gehalten werden.  Zunehmender Beliebtheit erfreut sich die private Nutzung des wunderschönen Museums-Ambiente für private Feiern, besonders für Hochzeiten.
Museumsgütesiegel
Das Museum wurde im vergangenen Oktober neuerlich für weitere 5 Jahre mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnet. Das Österreichische Museumsgütesiegel wird seit 2002 vergeben und ist nach internationalen Museums-Standards definiert. Das betrifft sowohl die Sammlung als auch die Besucherfreundlichkeit und setzt klare Richtlinien für den Museumstourismus. Die Vergabe erfolgt durch die internationale Museumsorganisation ICOM, einer Tochterorganisation der UNESCO in Paris.

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Franz Slama leitet auch heuer wieder die 
beliebten RestaurierkurseKlick für vergrösserte Darstellung und Download
Am 7. August ist Harri Stojka & Band im Ensemble Gerersdorf  zu Gast

 

info 12.08.2009


Ausstellung Rudolf Hausner  "Ich - Adam"
im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
vom 21.August bis 27. September 2009
Eröffnung am Freitag, 21. August um 19 Uhr
durch Landesrat Helmut Bieler

Rudolf Hausner
wurde am 4. Dezember 1914 in Wien geboren. Das Interesse an der Malerei kam schon sehr früh durch seinen Vater, der Sonntagsmaler war. Nach der Ausbildung im Gymnasium studierte er von 1931 – 1936 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Prof. Farringer und Prof. Sterrer. Als Klavierspieler des „Pinguin“-Jazz-Quartetts führten ihn viele Auslandsreisen in europäische Länder, in die Türkei und nach Ägypten. 1938 wird er von der Reichskulturkammer mit Ausstellungsverbot belegt und von 1941 – 1945 zur deutschen Wehrmacht eingezogen. 

1946 gründet er mit den Künstlern Edgar Jené, Ernst Fuchs, Wolfgang Hutter und Fritz Janschka eine surrealistische Gruppe im Rahmen des Wiener Art Clubs, der sich später Anton Lehmen und Arik Brauer anschlossen. „Anima“ und „Narrenhut“ sind seit 1948 prägende Motive. 1957 entsteht Hausners erstes „Adam“-Bild. Sein großes Thema ist der Mensch als in sich gespaltenes Ich, das in vielen Arbeiten immer wiederkehrt. Dazu sagt er selbst „Alle Adam-Bilder sind Spiegelbilder. Sie wurden mit Hilfe eines Spiegels gemalt und wollen wie ein Spiegel benützt werden“.

Anlässlich einer großen Gruppenausstellung im Wiener Belvedere 1959 prägt der Kulturpublizist Prof. Johann Muschik erstmals den Begriff „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ als Kunstrichtung, dessen bedeutendster Vertreter Rudolf Hausner ist.  

Maltechnisch zeigen die meisten Werke eine bis zum Äußersten getriebene Perfektion. Besondere Leuchtkraft und Tiefe der Farben erzielt er mit einer altmeisterlichen Lasurtechnik, die durch das Zusammenwirken mehrerer übereinander gelegter transparenter Farbschichten entsteht.  

1966 folgt Hausner den Berufungen als Hochschulprofessor nach Hamburg und ab 1968 an die Akademie der bildenden Künste in Wien. Seine Werke befinden sich in zahlreichen Museen des In- und Auslandes und werden in fast allen Erdteilen gezeigt. Eine Vielzahl seiner ehemaligen Meisterschüler, die heute selbst zu den renommiertesten der internationalen Kunstszene zählen, beweisen Hausners großartige künstlerische und pädagogische Fähigkeiten.  

Der vielfach ausgezeichnete Künstler stirbt knapp drei Monate nach seinem 80sten Geburtstag am 25. Februar 1995 in Mödling bei Wien.

Die Ausstellung im besonderen Ambiente der alten Gebäude des Freilichtmuseums umfasst über 40 Arbeiten aus der Sammlung Peter Infeld und privaten Leihgebern:  Gemälde und frühe Druckgraphiken aus den 1960er und 1970er Jahren.

Das Freilichtmuseum ist täglich von 10 – 18 h geöffnet 

Dienstag und Donnerstag bis 20 h (bis 15. Sept.)

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

7542 Gerersdorf bei Güssing 66,

Telefon 03328/32255

E-Mail: freilichtmuseum.gerersdorf@aon.at

Internet: www.freilichtmuseum-gerersdorf.at

 

 

 

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Rudolf Hausner, Adam in bescheidenem Rahmen, 1975, Farblithographie, 56 x 44 cm  

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Rudolf Hausner, Adam Massiv, 1969, Tempera und Harzöl Farben auf Leinwand,  kaschiert auf Novopanplatte, 91 x 60,5 

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Rudolf Hausner, Adam gib acht!, 1966, Öl auf Holz, 53 x 27 cm

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Rudolf Hausner, Gelber Narrenhut, 1974, Siebdruck, 63 x 54 cm

 

info 06.07.2009


Ausstellung Werner Manz „Zeichnungen“
im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
vom 18. Juli bis 16. August 2009
Eröffnung am Samstag, 18. Juli um 19 Uhr 

Kurzbiographie Werner Manz  

Werner Manz wurde am 5. Oktober 1948 in Wien geboren. Er besuchte 1963 die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt (Klasse Gebrauchsgraphik) in Wien, begann danach eine Ausbildung zum Lithographen und vertiefte sein zeichnerisches Können im Abendakt an der Akademie für Angewandte Kunst. Ab 1968 arbeitete er im Graphik-Atelier seines Vaters, wo er sich vor allem mit Fotografie befasste - u.a. Standfotografie bei Filmdreharbeiten mit Xaver Schwarzenberger.  

Seine weitere berufliche Laufbahn führte ihn über eine Wiener Werbeagentur zur Ersten Österreichischen Spar-Casse, wo er 20 Jahre in leitender Position tätig war: als Art Director war er für die graphische Umsetzung der damaligen visuellen Umstellung der Corporate Identitiy auf ERSTE verantwortlich, richtete dort ein professionelles Photostudio ein und leitete diverse Buchproduktionen. In zahlreichen Auslandsaufenthalten für die ERSTE u.a. in London war er für Projektentwicklung, Auslandswerbung und den Annual Report als Verkaufsinstrument für Investors Relation verantwortlich.

1994 - 1997 erhielt er einen Lehrauftrag für dreidimensionale Darstellung an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. 

In all den Jahren zeichnete und aquarellierte er intensiv, fand seine Motive auch auf vielen Reisen nach Kroatien (Opatja/Rijeka K.u.K.-Spuren), Griechenland (zeichnet Ausgrabungen von Ephesos) , Paris und New York und schuf Illustrationen für Magazine wie Diners Club Magazine und profil.

1994 gestaltete er ein Buch über Adolf Frohner, danach einen Katalog für die Kostümsammlung der „Angewandten“ und über Globen (Fotografie und Gestaltung). 

Eine Augenerkrankung machte ihm ab 1999 jede Foto- und Computerarbeit  unmöglich - es blieb ihm jedoch Zeichnung und Aquarell.

Seit 1981 wurden seine Arbeiten in mehreren Ausstellungen in Italien und Österreich gezeigt.

 Werner Manz lebt und arbeitet unermüdlich in seinem Atelier in Wien.

 

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Rose, 34,5 x 54,5cm, Bleistift und Pastell

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Granatäpfel, 30 x 40cm, Bleistift und Farbstift

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Das Freilichtmuseum ist täglich von 10 – 18 h geöffnet.  Dienstag und Donnerstag bis 20 h

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
7542 Gerersdorf bei Güssing 66, 
Telefon 03328/32255

E-Mail: freilichtmuseum.gerersdorf@aon.at 
Internet: www.freilichtmuseum-gerersdorf.at
 

 

 

info 20.08.2008


Ausstellung Friedensreich Hundertwasser
Das druckgrafische Werk

im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
30. August bis 19. Oktober 2008

Eröffnung am Samstag, 30. August 2008 um 17 Uhr

Friedensreich Hundertwasser war zweifellos einer der größten österreichischen bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts. Er war Maler, Druckgrafiker, Architekt, Friedensaktivist, Ökologe und Weltenbummler in Personalunion. Eine schillernde Persönlichkeit, der in seiner Kunst die Farbgestaltung neu erfand. Einer, der einen unvergleichbaren Stil erschuf, einer, der mit seinen Ideen die ganze Welt aufhorchen ließ, einer,  der viel bewegte.

Friedensreich Hundertwasser wurde 1928 in Wien als Friedrich Stowasser geboren. Er ist quasi autodidakt – seine Ausbildung beschränkte sich auf einen dreimonatigen Besuch der Akademie der bildenden Künste in Wien im Jahr 1948. Seit 1949 unternimmt er seine ersten ausgedehnten Reisen nach Italien und Paris, wo er eine Zeit lang lebt und malt. Er ändert seinen Familiennamen auf Hundertwasser und Friedrich und Fritz wird Friedensreich. 1951 reist er nach Marokko und Tunesien und ist von der arabischen Kultur begeistert, in deren Formenvielfalt und satten Farbigkeit er neue Ausdrucksmöglichkeiten für seine Kunst findet.

Auch wenn er sich anfangs der Malerei verschrieb, steht fest: durch keine seiner vielfältigen Arbeiten, Leistungen und öffentlichen Aktivitäten hat er so viel Ansehen und Bekanntheit erlangt wie durch seine Grafik. Hundertwasser hat die Druckgrafik revolutioniert. Ihn reizte das Entdecken ganz neuer Mittel und ihre Wirkung. Es ist ihm gelungen, durch grafische Mischtechniken aus fast jeder Druckgrafik ein eigenständiges Blatt herzustellen. Er war stolz darauf, im Zeitalter der Reproduktion und Vervielfältigung der erste zu sein, der die Massenproduktion, das „Fließband“ umfunktionierte, um gleichsam aus einer Druckgrafik ein Original zu schaffen.

Er verband unterschiedliche Druckverfahren miteinander: Offsetdruck mit Radierung, Lithographie, Siebdruck und Prägedruck. Er verwendete Techniken und Farben, die in der Grafik bislang unüblich waren: fluoreszierende Farben, Gold- und Silberbronzen, reflektierenden Glasperlenstaub, phosphoreszierende Farben, die in der Dunkelheit leuchten, Samtaufblasungen und immer wieder raffinierte 

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Foto © Erika Schmied

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669 King Kong, Serigraphie mit Gold - und Silberprägung,
1968 © Hundertwasser Archiv

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844A Die Hüte tragen die japanischen Kaiser, Farbholzschnitt,
1981-82/1987 © Hundertwasser Archiv

Metallprägungen. Er druckte auf Plexiglas, handbemalte Untergründe, auf metallbeschichtete Kartons, auf Pack- und Bitumenpapier. Bis zu 38 einzelne Farbauszüge ließ er für seine bekannten Farbholzschnitte von den besten japanischen Meistern und kongenialen japanischen Druckern auf feinstes Japanpapier drucken. Er begann immer mehr und mehr Variationen und Versionen innerhalb einer Auflage zu machen, um jedem Sammler ein individuelles Originalbild geben zu können. Mit seinem dreiundachtzigsten grafischen Werk gelang es ihm schließlich, so viele verschiedene Blätter herzustellen, wie die Auflage hoch war. Er war am Ziel: nicht nur eine Grafik herzustellen, sondern eine wirkliche Originalgrafik, ein Unikat. 

Hundertwasser arbeitete am liebsten allein und zurückgezogen von der Welt – sei es in der Wohnung seiner Mutter in Wien, dem Bauernhaus in der Normandie, auf der Giudecca in Venedig, der altern „Hahnsäge“ im Waldviertel oder auf seiner Farm in Neuseeland, wo er 60.000 Bäume pflanzte. In der Druckgrafik jedoch war für ihn alles „seelisch aufreibender“, so Hundertwasser, „weil man nicht nur mit sich selbst zu tun hat, sondern mit einem Team, mit vielen Menschen, mit Maschinen und Druckern und anderen Technikern“.  

Friedensreich Hundertwasser starb 71jährig am 19. Februar 2000 an Bord der „Queen Elizabeth II“ während einer Seepassage von Neuseeland nach Europa, allein in seiner Kabine an Herzversagen. Begraben wurde er seinem Wunsch entsprechend auf seinem Land in Neuseeland, im „Garten der glücklichen Toten, in Harmonie mit der Natur unter einem Tulpenbaum“ 

Die Ausstellung im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf zeigt über 100 Druckgrafiken des Künstlers - darunter wichtige Arbeiten wie seine ersten, noch im Rotaprintverfahren hergestellten Blätter der Art Club-Mappe, die 10-teilige Mappe „Regentag“ und die letzten Siebdrucke der Mappe „Giudecca Colorata“, die er – vom Tod ereilt – nicht mehr selbst signieren konnte. Alle Arbeiten stammen aus der Sammlung von Peter Infeld, der seine Hundertwasser-Kollektion in letzter Zeit um wichtige Blätter ergänzen konnte (z.B. das Plakatsujet für diese Ausstellung, den Farbholzschnitt „Hüte tragen die japanischen Kaiser“). Die in diesem Umfang erstmals im Südburgenland gezeigte Ausstellung, ergänzt durch bibliophile Kostbarkeiten wie die „Hundertwasser-Bibel“ wird wieder in drei Gebäuden präsentiert: im Saal des „Wunderlhauses“ und im faszinierenden Ambiente von zwei Holzblock-Stadeln.

Biografie Friedensreich Hundertwasser 

1928   geboren am 15. Dezember in Wien als Friedrich Stowasser. 

1943   erste bewusste Buntstiftzeichnungen nach der Natur. 

1948   Matura. Verbringt drei Monate an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof. Robin   Christian Andersen. 

1949   beginnt ausgedehnte Reisen nach Italien. In Sizilien lernt er René Brò kennen und folgt ihm      nach Paris. Er entwickelt seinen eigenen Stil und nimmt den Namen Hundertwasser an. 

1951  Reise nach Marokko und Tunesien. 

1952  Erste Ausstellung im Art Club Wien. 

1953  malt die erste Spirale. Zweiter Aufenthalt in Paris. 

1957  Teilnahme an der ersten Biennale in Bordeaux. Er lebt in „La Picaudière“, wo in der ruhigen Landschaft zwischen Wiesen und Feldern viele seiner Werke entstanden. 

1958  erste Hochzeit in Gibraltar (Scheidung 1960). 

1959   wird mit dem Sambra-Preis bei der Biennale Sao Paulo ausgezeichnet. Gründung des „Pintorarium“ mit Ernst Fuchs und Arnulf Rainer.  

1960   besucht Japan. Erhält den Mainichi-Preis bei der 6. Internationalen Kunstausstellung in Tokio. In seinen neuen Werken fließen Anregungen aus der japanischen Kultur ein, besonders fasziniert ihn die traditionelle japanische Holzschnitttechnik. 

1961   Heirat mit Yuko Ikewada (Scheidung 1966). Großer Erfolg einer Retrospektive bei der Biennale in Venedig. 

1966   lebt großteils in der „Hahnsäge“ im Kamptal im Waldviertel, wo er sich auch in den späten 1980er Jahren immer wieder zum Malen zurückzog. Ferry Radax dreht den ersten Dokumentarfilm über ihn in der Normandie und im Waldviertel. 

1967   bereist Uganda und den Sudan. Wanderausstellung in Paris, London, Genf, Berlin. Erste Nacktrede in München für das Anrecht auf die Dritte Haut. 

1968   Reise nach Nordkalifornien. Erwirbt in Sizilien den ehemaligen Salzfrachter „San Giuseppe“, mit dem er nach Venedig schippert. 

1971   Arbeit am Olympia Poster für München 

1972   Umbau des Schiffes zur „Regentag“ in Venedig. Zusammenarbeit mit Peter Schamoni für den Film „Hundertwasser Regentag“. Arbeitet an der Graphik-Mappe „Regentag“. Tod der Mutter. Freundschaft mit Joram Harel. Er setzt sich für Dachbewaldung und individuelle Fassadengestaltung ein. Reise auf die Kapverdischen Inseln und nach Neuseeland, wo er für sein „Conservation Week Poster“ den „Conservation Award“ erhält.  

1973   Hundertwasser ist der erste europäische Maler, dessen Werke von japanischen Meistern geschnitzt werden. Die erste Mappe mit japanischen Holzschnitten - Nana Hiaku Mizu - erscheint. 

1974   erwirbt „Bay of Islands“ in Neuseeland, einen ausgedehnten Landstrich, den er nach seinen ökologischen Vorstellungen gestaltet. Er entwirft Briefmarken und leitet die Serie „Moderne Kunst in Österreich“ der Österreichischen Post ein.  

1975   beginnt in Paris die Wanderausstellung „Österreich zeigt den Kontinenten Hundertwasser“ – eine Retrospektive, die bis 1976 weltweit in 35 Städten gezeigt wird. Die Albertina-Ausstellung seines gesamten grafischen Oeuvres beginnt die Tour durch Museen der USA. Die zweite japanische Holzschnittmappe erscheint. Er segelt mit der „Regentag“ von Tahiti über Rorotonga nach Neuseeland.  

1978   entwirft in Venedig die Friedensfahne für den Nahen Osten mit grünem Arabischen Halbmond und blauem Davidstern. Veröffentlicht sein Friedensmanifest. 

1980   Verleihung des „Großen Österreichischen Staatspreises“ – dabei hält er eine Rede gegen Atomkraft und „Die falsche Kunst“. Er wird mit dem Österreichischen Naturschutzpreis ausgezeichnet und setzt wich weltweit immer mehr für Ökologie und Anti-Atom ein. 

1983   Grundsteinlegung des "Hundertwasserhauses" in Wien. Entwirft eine Flagge für Neuseeland, das „Koru“ (entrollender Farn). 

1984   Nimmt aktiv an den Aktionen zur Rettung der Hainburger Au teil.  

1986    Am 17.Februar wird das Hundertwasserhaus den Mietern übergeben. 70.000 Besucher am "Tag der offenen Tür". Er bezieht eine kleine Wohnung samt Dachgarten im obersten Geschoß.  

1988    Planung und Entwurf zur architektonischen und künstlerischen Gestaltung des Fernwärmewerks Spittelau, Wien. Die von ihm gestaltete Kirche „St. Barbara“ in Bärnbach in der Steiermark wird geweiht.  Lehrt im Juli/August an der internationalen Sommerakademie in Salzburg. Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens der Stadt Wien und des Landes Steiermark. 

1990   Arbeit an Architektur-Realisationen: KunstHausWien; Raststätte Bad Fischau, NÖ, und weiteren Projekten in Vorarlberg, Deutschland  sowie Winery Napa Valley, Kalifornien. 

1992   In Tokio wird Hundertwassers "21st Century Clock Monument" errichtet. Von Tokyo Broadcasting System wird eine TV-Dokumentation über Hundertwassers Architektur und sein ökologisches Engagement ausgestrahlt. 

1993   Arbeitet am Projekt der Hundertwasser-Bibel. 

1995   Arbeitet am Thermendorf Blumau. Präsentation der Hunderwasser-Bibel. Entwurf für die äußere Gestaltung einer Boeing B 757 für die Condor Fluggesellschaft. 

1997   Ausstellung von Briefmarkenentwürfen im Rahmen der Philatelia in Köln. Verleihung des Großen Preises der deutschen Berufsphilatelie. Einweihung der ersten Baustufe des Hügelwiesenlandes (The Rolling Hills) und des Rogner-Bades in Blumau. Arbeit an Entwürfen für das Architekturprojekt MOP für die Stadt Osaka, Japan. 

2000   Verfasst Kommentare zu vielen seiner Werke für ein umfangreiches Oeuvre-Werk. Arbeitet an Architekturprojekten für Teneriffa und Dillingen/Saar, BRD.

 

Am Samstag, dem 19. Februar stirbt Hundertwasser an Herzversagen  an Bord der „Queen Elizabeth II“ im Pazifischen Ozean. Er wird auf seinem Land in Neuseeland, im „Garten der glücklichen Toten“,  in Harmonie mit der Natur unter einem Tulpenbaum begraben.

  

Das Freilichtmuseum ist täglich geöffnet:
Mo – Fr 9 – 17 h
Sa, So, Fei 10 – 18 h

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf,
7542 Gerersdorf bei Güssing

Tel. 03328/32255

E-Mail: freilichtmuseum.gerersdorf@aon.at 

Internet: www.freilichtmuseum-gerersdorf.at

 

 

info 28.05.2008


Ausstellung Tone Fink
im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
7. Juni bis 10. August 2008 

Eröffnung am Samstag, 7. Juni 2008 um 17 Uhr
 

Tone Fink

Der 1944 in Vorarlberg geborene Künstler hat sich seit seiner Akademiezeit innerhalb weniger Jahre vom „Vollblutzeichner“ zu Österreichs bedeutendstem Vertreter der Papier-Objekt-Kunst entwickelt. Seine Techniken sind vielfältig: zarte Aquarelle und Bleistiftzeichnungen, dicke Gouachen, kraftvolle Feder- und Kreidezeichnungen oder farbiges Silikon direkt aus der Spritzpistole; er trägt Acryl mit dem Pinsel zentimeterdick auf, experimentiert mit neuen Techniken, macht strukturell veränderte Leinwandrückseiten auch manchmal zu Bild-Vorderseiten. Er arbeitet in das Papier hinein, zerkratzt es, verschleißt es, reißt und durchdringt es und klebt es dann wieder zusammen, um die Wunden zu heilen. Je größer seine Werke werden, desto mehr überwiegen Regelmaß und Geometrie. 

Vom anfänglichen Hauptthema „Landschaft“ rückte er rasch ab, das Verfallene, Verfallende interessierte ihn mehr. Er zeichnete in Sanatorien und Asylen, in Schlachthäusern und Fleischbänken. Es gab aber auch dabei genug nicht Abgeschautes, frisch drauflos Phantasiertes: Käferkämpfe, Killerfliegen, Kornfeldungeheuer ...

Den Hang zum Spielerischen hat er sich über die Jahre hinweg erhalten. Die Papierhaut macht die Objekte zu Wesen, sie fungiert als schützende Maske und bietet die Möglichkeit der Verwandlung. Grenzen zwischen den Kunstgattungen sind für Tone Fink da, um übersprungen zu werden, denn er braucht die Abwechslung.

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Tone Fink, Im Atelier mit Hockthronobjekten, 2005, © VBK, Wien, 2008, Foto: Werner Schmid

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Tone Fink, Greifschenkel, 1981, Mischtechnik, 50 x 64 cm, © VBK, Wien, 2008

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Tone Fink, Papierhautumzug Wien Karlsplatz, 1981, © VBK, Wien, 2008, Foto: Helmut Weiß

Eine besondere Kunstform des Arbeitens mit Papier ist das Zerreißen von Zeitungspapier, Vermischen der Verrisse mit Leimwasser und Formung der daraus generierten Masse zu Möbeln – zu Stühlen, Tischen, Kleiderschränken, kleinen Treppen, Schaukelpferden und rollbaren Sitz- und Fahrgelegenheiten im mobilen Sinne. Diese Möbel sind benutzbar und haben schon vielen Atelierfesten standgehalten. Gelegentlich befördert Tone Fink sie auch aus dem Wohnraum hinaus in den öffentlichen Raum als „Straßentheaterrequisiten“ oder „Tonefinkumzugswagen“. 

Als Film- und Performancekünstler bedient er sich verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen wie Text, Klang, Zeichnung, Bild, Objekt, Performance und Design. 

Die Künstler ist bei der Eröffnung anwesend und wird eine kurze Performance zeigen. 
Seine zum Teil verkäuflichen Arbeiten werden in drei Museumsgebäuden präsentiert. 

Das Freilichtmuseum ist täglich geöffnet:
Mo – Fr 9 – 17 h
Sa, So, Fei 10 – 18 h
langer Sommer-Donnerstag bis 20 h geöffnet

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf, 7542 Gerersdorf bei Güssing
Tel. 03328/32255
E-Mail: freilichtmuseum.gerersdorf@aon.at  
Internet:
www.freilichtmuseum-gerersdorf.at

Biografie

Tone Fink wurde am 1.1.1944 in Schwarzenberg, Vorarlberg, als Sohn eines Huf- und Wagenschmiedes geboren
1963 – 1969 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof. Max Weiler und Prof. Max Melcher
1969 – 1973 unterrichtet er an Vorarlberger Mittelschulen
seit 1974 arbeitet er als freischaffender Künstler in Schwarzach, Vorarlberg, und
seit 1977 auch in Wien
1994 – 2000 Lehrauftrag an der Internat. Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg
Preis der Stadt Wien für Bildende Künste
Ehrengabe des Landes Vorarlberg für Kunst
Auszeichnung bei Handwerk und Form, Bregenzerwald

Einzelausstellungen (Auswahl)

Albertina, Secession und Museum Moderner Kunst in Wien
Rupertinum, Künstlerhaus, Galerie im Traklhaus, Galerien Ropac und Academia in Salzburg
Kulturhaus in Graz
Künstlerhaus Thurn und Taxis in Bregenz
Kunstvereine in Bregenz, Heidelberg, Unna und Flensburg
Folkwang Museum in Essen
Bodenseemuseum in Friedrichshafen
Neue Galerie der Stadt Linz
Museumsgalerie Bozen
Galerie Nothelfer, Berlin
Galerie Holtmann, Köln
Stampa Basel
Galerie Lang und Galerie Heike Curtze, Wien

Gallery Ishikawa, Tokio
Galerie Aoi, Nagoya

C. Art Galerie, Dornbirn
Galerie am Lindenplatz, Vaduz
Kunsthaus Bregenz 
Teilnahme an den Biennalen in Kairo, Venedig und Peking

 Zahlreiche Bücher und Kunstfilme

Aktionen und Performances bei internationalen Festivals (Auswahl):

Steirischer Herbst, Bregenzer Festspiele, Wiener Festwochen, Münchner Filmfest, Kindermuseum Wien, Graz 2003 Kulturhauptstadt Europas, Quadriennale Prag.

Internet: http://www.tonefink.at/