|
(home) (infos) (kontakte) (geschichte) (veranstaltungen) (virt.rundgang) (dorfladen) |
|
|
|
Freilichtmuseum Ensemble
Gerersdorf |
|
Sonderausstellung sattelfest im Freilichtmuseum Ensemble
Gerersdorf Zur Ausstellung sprachen |
|
|
|
Afrikanischer Sattel |
|
| Historischen Unterlagen zu
Folge wurde der vermutlich irgendwo in Asien erfundene Sattel im Zuge
der Völkerwanderung von den Hunnen und Awaren ins Karpatenbecken
gebracht. Der aus ugrischer Zeit stammende ungarische Begriff für
Sattel "nyereg" bedeutete ursprünglich "dem Tier
aufgebürdete Last" oder "die seinem Rücken aufgebundene
Decke". Sowohl Pferdehaltung als auch die damit verbundene
Reitkunst spielten im Leben der Magyaren eine wichtige bis ins 20.
Jahrhundert reichende Rolle.
Der Sattel zählt heute zu jenen Kulturgütern, die ihre Funktionalität über Jahrhunderte bewahrten. Doch die Handwerkskunst des Sattlers brachte eine äußerst reizvolle Vielfalt an formalen Änderungen - vom einfachen geschnitzten hölzernen Sattelbaum mit geschmiedeten Eisenspangen bis zum kunstvoll, oft mit Elfenbein und Messing gezierten Sattel mit aufwändiger Lederverarbeitung. In drei musealen Gebäuden sehen sie in dieser Ausstellung auf ca. 300 m² neben alten Militär- und Westernsätteln seltene asiatische und afrikanische Exponate und eine reiche Sammlung ungarischer Sättel. Hervorzuheben sind hier die berühmten "Tiszafüreder Sättel"- typische Holzsättel mit oft kunstvollen Schnitzereien - deren Geschichte bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts dokumentiert werden kann. Für die Zurverfügungstellung der Leihgaben und die ausgezeichnete Kooperation danken wir dem Ethnographischen Museum in Budapest. Der Wiener Firma Thomastik-Infeld, dem Hersteller der weltweit besten Musiksaiten, danken wir für die wertvolle Unterstützung.
|
|
|
|
|
| Baskirischer Sattel Mitte 19. Jhdt. |
Kaukasischer Sattel um 1900 |
|
|
|
| Finnischer Sattel 19. Jhdt. |
Ungarischer Sattel (vermutlich Tiszafüred) Mitte 19. Jhdt. |