Museumsplan
Entdecken Sie bei einem Rundgang durch das Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf 36 traditionelle Objekte. Angefangen bei einem Taubenschlag bis hin zu Wohnhäusern und Wirtschaftsgebäuden. Sie zeigen die Vielfalt der südburgenländischen Bautradition vom 18. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.


1 Schankstadel
Der Dachstuhl aus den 1930erJahren stammt aus Gerersdorf, die Schank aus einem inzwischen abgerissenen Gasthaus aus Fürstenfeld. Im Schankstadel befinden sich die Kassa, Gastronomie, Brotbackofen, Dorfladen und sanitäre Einrichtung.

2 Taubenschlag
aus Wulkaprodersdorf (Bezirk Eisenstadt)
um 1850.

3 Wohnhaus
Die ältesten Teile - Rauchküche und Vorderstube - stammen aus dem 18. Jahrhundert. 1910 wurde die ehemalige Kammer durch den Einbau eines gekachelten „Sparherdes“ zur „Sommerküche“. Im selben Jahr wurde der ursprünglich strohgedeckte Dachstuhl erneuert und mit Ziegeln eingedeckt.

4 Bienenhaus
aus Glasing (Bezirk Güssing) Ende 19.Jh.
Enthält eine Sammlung strohgeflochtener Bienenkörbe und Imkereigeräte

5 Speicher
Der gezimmerte Trakt - ein Speicherbau aus dem Ende des 19. Jahrhunderts - stammt aus Strem (Bez. Güssing). Der südliche Teil dieses Gebäudes wurde neu errichtet.

6 Presshaus
aus Moschendorf (Bezirk Güssing),
Mitte 19. Jahrhundert.
Zweiräumiger, lehmverputzter Blockbau, gewölbter Erdkeller, mit seitlichen Belüftungsschächten

7 Mehrzweckgebäude
aus Neumarkt im Tauchental (Bezirk Oberwart), um 1900.
Schweine- und Geflügelstall, Abort

8 Plumpsklo
Rekonstruktion eines Originals aus Steingraben bei Güssing

9 Presshaus
aus Winten-Bergen (Bezirk Güssing).
Auf der eichenen Balkenpresse (dat. 1822) wird der eigene Wein gekeltert: der Ripatella, eine besonders fruchtige Sorte des legendären Uhudlers.

10 Kreuzstadel
aus Großmürbisch (Bezirk Güssing), dat. 1811/1831.
Blockwerkbau mit strohgedecktem Vollwalmdachstuhl

11 Kitting
aus Unterschützen (Bezirk Oberwart), dat. 1765.
Zweigeschossiger Speicherbau mit hölzernem Spitztonnengewölbe

12 Schweinestall
aus Langeck (Bezirk Oberpullendorf), dat. 1919/1932.
Zwischen den Gebäudeteilen befindet sich ein kleiner Gänsestall, hinter den Lattenrosten im „Obergeschoss" nächtigten die Hühner.

13 Dörrofen
aus Langeck (Bezirk Oberpullendorf), Anfang 19. Jahrhundert.
Im Vorraum ist eine Schnapsbrennerei aus Glasing untergebracht.

14 Kellerstöckel
aus Prostrum-Bergen (Bezirk Güssing), dat. 1981.
Diente ursprünglich zur Aufbewahrung von Weinfässern und Werkzeug.

15 Schweinestall
aus Gerersdorf um 1946.
Charakteristischer eichener Ständerbau mit je 3 einander gegenüberliegenden Koben und großer ehemaliger Holzlade

16 Kellerstöckl
aus Oberbildein (Bezirk Güssing), dat. 1871

17 Wohnhaus
aus Tschanigraben (Bezirk Güssing).
Diese Gebäude war ein ehemaliges Rauchstubenhaus aus dem frühen 18. Jh. Dieses Gebäude 1973 als erstes nach Gerersdorf übertragen.

18 Presshaus
aus Sumetendorf (Bezirk Güssing), um 1880.
Der ursprünglich 2- räumige Holzblockbau wurde nach seiner Übertragung (1997) um einen Raum erweitert. Heute privates Wohnhaus. (Nicht zu besichtigen)

19 Walzenbrunnen
aus Kleinmürbisch (Bezirk Güssing),
um 19. Jh.

20 Depotstadel
1997 neu errichtet. Lager für gesammeltes altes Bauholz.

21 Längsstadel
aus Urbersdorf (Bezirk Güssing),
Mitte 19. Jahrhundert.
Ein dreiräumiger Holzblockbau mit ursprünglich je zwei großen „Durchreichen“.

22 Tschardake
aus Urbersdorf (Bezirk Güssing),
Anfang 20. Jahrhundert. Gelattete Darre zum Trocknen von Maiskolben.

23 Kreuzstadel
aus Urbersdorf (Bezirk Güssing), dat. 1864.
Holzblockbau mit originalem hölzernem Dreschboden – der sogenannten „Stadelbrücke“. Im Stadel befindet sich eine Fassbinderwerkstätte, angebaut an die Rückseite eine Schusterwerkstätte

24 Heustadel
aus Gerersdorf (Bezirk Güssing), ca. 1880
Dient als Depot

25 Stadel
aus Glasing (Bezirk Güssing), Ende 19. Jh.
Beherbergt heute Dreschmaschinen und andere landwirtschaftliche Gerätschaften

26 Lagerhütte
neu errichtet

27 Wohnhaus
aus Kroatisch-Tschantschendorf (Bezirk Güssing), dat. 1794.
Dreiräumiger strohgedeckter Holzblockbau mit Flechtwerkgiebel. Raumfolge: Vorderstube, Rauchküche, Kammer (bis 1890 war dieser Raum ein Kuhstall)

28 Brunnenhaus
aus Gerersdorf/Riegelberg (Bezirk Güssing),
Anfang 19. Jh.

29 Glockenturm
aus Rehgraben bei Gerersdorf (Bezirk Güssing).
Rekonstruktion eines Glockenturms der Nachbarortschaft Regraben aus dem 18. Jh. Das Original wurde 1925 zerstört.

30 Schmiede
aus Welten-Bergen (Bezirk Jennersdorf).
Drei Generationen von Huf- und Wagenschmieden diente dieses Gebäude als Arbeitsstätte. Im angebauten Schuppen befindet sich u.a. eine umfangreiche Sammlung von alten Gold- und Silber-Schmiedegeräten.

31 Tischlerhaus
aus Kleinmürbisch (Bezirk Güssing).
Erst 1932/39 wurde diese Werkstätte im sog. "steirischen Riegelblockbau mit Schwalbenschwanz-Eckverbindungen" errichtet. Im Sommer werden hier regelmäßig Handwerkskurse abgehalten.

32 Glaserei
Der Dachstuhl stammt von einem um 1900 errichteten Wohnhaus in Gerersdorf, das 2003 abgerissen wurde, die Einrichtung von der Glaserei Zahlner, Wien 1, Schottenring.

33 Bühnenstadel
Kukmirn (Bezirk Güssing), um 1890.
Mit Backstagebereich - ehemaliger Pfarrstadel

34 Handwerksstadel
Dachstuhl aus Gerersdorf, 19. Jh. Arbeitsplatz der KursteilnehmerInnen für Möbel-Restaurieren und anderen Handwerkstechniken.

35 Bienenhaus
aus Tobaj (Bezirk Güssing), um 1920.
Hölzerne Bienenkästen, Imkergeräte.

36 Kitting
aus Unterschützen (Bezirk Oberwart), datiert: 1748.
Zweigeschoßiger Speicherbau mit hölzernem Spitztonnengewölbe.
